Rentner schaut besorgt

Rentenlücke

Rentner schaut besorgtFakt ist, dass die gesetzliche Rente heute und in Zukunft nicht mehr ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können. Private Altersvorsorge ist unumgänglich, das steht fest. Doch in welchem Ausmaß muss die private Altersvorsorge betrieben werden? Wie groß ist die Altersvorsorge Lücke wirklich?

Finanzbedarf im Alter

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, sollten zunächst Gedanken über den Finanzbedarf im Alter angestrengt werden. Viele Ausgaben fallen im Alter weg, beispielsweise der Unterhalt der Kinder, die Finanzierung eines Eigenheims und vor allem Kosten, die Sie tragen mussten, um Ihre Arbeit überhaupt ausüben zu können. Dafür kommen im Alter neue Ausgaben dazu, beispielsweise für ein Hobby, ausgiebige Reisen oder einfach nur gesundheitsfördernde Maßnahmen. Insgesamt geht man jedoch davon aus, dass der Finanzbedarf im Alter unterhalb dem während des Erwerbslebens liegt. Es liegt jedoch in der Eigenverantwortung eines jeden, Gedanken über den eigenen Finanzbedarf im Alter anzustrengen.

Die Altersvorsorge Lücke ist eine planbarere Größe. Sie gibt an, wie groß die Differenz zwischen dem Einkommen im Erwerbsleben und im Alter ist. Wie hoch die Altersvorsorge Lücke ausfällt, hängt im Wesentlichen vom Alter und vom Familienstand ab. Gerade die Jungen sind auch hier wieder benachteiligt. Wer ab 1973 geboren wurde, muss seine Rente ab 2040 voll versteuern. Die Beiträge zur Rentenversicherung sind wiederum erst ab 2025 vollständig steuerfrei.

An einem Beispiel: Ein heute 32jähriger Angestellter mit einem Bruttoeinkommen von 3500 Euro, müsste bei Rentenbeginn 2042 mit knapp 1000 Euro Rentenlücke rechnen (1,5 % Lohnsteigerung pro Jahr vorausgesetzt). Noch größer fällt diese Differenz bei Verheirateten aus, da diese in der Regel während Ihres Erwerbslebens, dank steuerlicher Begünstigung, mehr Nettolohn zur Verfügung haben. Die Rentenlücke gibt die Differenz zwischen 80 % des letzten Nettolohns und der gesetzlichen Netto Rente an.

Diese Altersvorsorge Lücke, beziehungsweise Rentenlücke gilt es zu schließen. Die erste Wahl ist hier grundsätzlich die staatlich geförderte Altersvorsorge mit der Riester Rente. Diese garantiert lebenslange Rentenzahlungen und die Ansparphase wird dank Altersvorsorgezulage und steuerlicher Förderung erleichtert. Die Riester Rente allein ist jedoch nicht im Stande die Altersvorsorge Lücke zu schließen, selbst wenn der maximale Betrag von 2100 Euro pro Jahr eingezahlt wird.

Inflationsbereinigt könnte unser 32jähriger Angestellter bei angenommenen 4% Rendite pro Jahr auf etwa 600 Euro Rentenleistung aus seiner Riester-Rente hoffen. Die restliche Rentenlücke von 400 Euro muss durch andere Vorsorgeformen geschlossen werden.

Im Internet finden sich zahlreiche Rechner, mit denen Sie Ihre individuelle Altersvorsorge Lücke berechnen können, beispielsweise auf Focus.de.